Feldsalat

Feldsalat - Valerianella locusta

Feldsalat - Fressbarkeit der Bestandteile und Sammelzeit

Was wir im Supermarkt als Feldsalat oder Rapunzel kaufen, ist der Gewöhnliche Feldsalat. Er gehört mit ca. 80 weiteren Arten zur Gattung Feldsalat (Valerianella) aus der Unterfamilie der Baldriangewächse (Valerianoidae). Die Fressbarkeit der übrigen Arten entspricht allerdings der des Gewöhnlichen Feldsalats, sodass nur dieser hier vorgestellt wird. Der Feldsalat ist eine einheimische Pflanze, die in ganz Europa und außerdem in Makronesien, Westasien und Nordafrika vorkommt.
Der kleine Salat ist eine einjährige, krautige Pflanze, die etwa 5 bis 15cm hoch wird. Die Blattform variiert je nach Sorte von fast rund bis spitz und von breit bis schmal. Die kleinen, weißen Blüten stehen in Trugdolden zusammen und tragen asymmetrische Nussfrüchte. Sie erscheinen meist von April bis Mai.
Anbauen können Sie Feldsalat rund ums Jahr. Im Gewächshaus oder schneegeschützt im Thermobeet können Sie also auch im Winter ernten. Von März bis September können Sie ihn im Freiland aussäen. Danach, von November bis Februar, sollten Sie ins Thermobeet oder ungeheizte Gewächshaus umziehen. Ernten können Sie Feldsalat etwa 8 – 12 Wochen nach der Aussaat.
Feldsalat ist recht anspruchslos. Ein mäßig nährstoffreicher, trockener Boden, gern in sonniger Lage reicht ihm aus. Dabei gedeiht er in Töpfen und Balkonkästen genauso gut wie im Beet. Wichtig: Feldsalat ist ein Dunkelkeimer. Das heißt, dass er nur keimt, wenn der Samen vollständig mit Erde bedeckt ist.

Die Blätter des Feldsalats sind mild, manchmal leicht nussig im Geschmack und bei vielen Mäusen sehr beliebt. Da Feldsalat gut verträglich ist, können Sie diesen ad libitum anbieten.

Die kleinen Blüten-Trugdolden können Sie ad libitum verfüttern.

Feldsalatsamen sind eine ölhaltige Saat und können an alle Nager verfüttert werden, die sie annehmen.

Die winzige Wurzel hat keinen Futterwert. Sie ist jedoch nicht giftig, sodass Sie auch bewurzelte Pflanzen an Ihre Mäuse verfüttern können.

Feldsalat ist als Keimfutter ungeeignet.

Fütterungsempfehlungen

Farbmäuse lieben frischen Feldsalat. Neben den grünen Blättern fressen sie aber auch die Samen, wenn Sie sie in einer Saatenmischung anbieten.

Mongolische Rennmäuse lieben frischen Feldsalat. Neben den grünen Blättern fressen sie aber auch die Samen, wenn Sie sie in einer Saatenmischung anbieten.

Viele exotische Mäuse lieben frischen Feldsalat. Besonders für Wühlmäuse, Grasmäuse, aber auch für Pferdespringer sind die Blätter eine Delikatesse.

Neben den grünen Blättern fressen viele Arten aber auch die Samen, wenn Sie sie in einer Saatenmischung anbieten.

Saatenfressende Exoten dürfen auch die Samen des Feldsalats fressen. Beachten Sie hier, dass es sich um eine ölhaltige, also recht kalorienreiche Saat handelt.

Frischfresser mögen Feldsalat in der Regel sehr gern. Die Rüsselspringer hier lieben die zarten Blätter und ernten gern selbst aus dem Topf frisch von der Pflanze.

Die verschiedenen Hamsterarten lieben frischen Feldsalat. Neben den grünen Blättern fressen sie aber auch die Samen, wenn Sie sie in einer Saatenmischung anbieten. Als ölhaltige Samen sind Feldsalatsamen auch für Zwerghamster problemlos.

Farbratten lieben frischen Feldsalat. Neben den grünen Blättern fressen sie aber auch die Samen, wenn Sie sie in einer Saatenmischung anbieten.

Inhaltsstoffe und Nährwerte

Frischer Feldsalat ist ein kalorienarmes, aber vitaminreiches Gemüse. Es enthält unter anderem Vitamin A, Vitamin C und Folsäure. Außerdem ist der robuste, kleine Salat ziemlich eisenreich. Unter den sekundären Pflanzenstoffen sticht vor allem das Beta-Carotin hervor.

Seine leichte Süße bekommt der Feldsalat von den in kleinen Mengen enthaltenen Mono- und Disacchariden.

Pro 100g frischer Salat:

Medizinische Wirkung

Medizinisch ist der Feldsalat nicht von Bedeutung.

Kontraindikationen und Giftwirkung

Industriell angebauter Feldsalat ist häufig stark mit Nitraten belastet. Die können – in größeren Mengen aufgenommen – bei Nagern zu Durchfall führen. Die Fütterung ad libitum gilt also nur für Bio-Salate und Eigenanbau.

Wechselwirkungen und Kontraindikationen für Feldsalat sind mir nicht bekannt.

Quellen:

Wikipedia
naehrwertrechner.de
Deutschland – Dein Garten
Gartenratgeber.net
Apothekenumschau

Busch, Marlies: Pflanzen für Heimtiere – gut oder giftig?, Ulmer, Stuttgart 2014; S. 31