Grünkern

Grünkern - Triticum aestivum subsp. spelta

Dinkel - Fressbarkeit der Bestandteile und Sammelzeit

Grünkern ist unreif geernteter Dinkel (Tritium spelta). Die 60 bis 150cm hohe Pflanze aus der Gattung Weizen ist ein enger Verwandter des Weichweizens, aber deutlich robuster. In Deutschland wird er in der Regel als Winterdinkel gesät. Die Aussaat erfolgt deshalb zwischen Mitte Oktober und Mitte November. Geerntet wird der Grünkern dann im Folgejahr vor der endgültigen Reife. Da das unreife Korn nicht lange haltbar ist, wird es in der Regel gedarrt und getrocknet verkauft.
Für seinen Standort mag es eher trocken und sonnig auf schweren bis mittelschweren Böden.

Der zu den Süßgräsern zählende Dinkel und damit auch die Pflanze des Grünkerns ist in allen grünen Bestandteilen uneingeschränkt fressbar.

Die unscheinbare Blüte hat keinen besonderen Futterwert. Aber natürlich können Sie sie mit verfüttern.

Mit rund 63g Kohlenhydraten ist Grünkern eine Mehlsaat. Die sollten Sie nicht an diabetesgefährdete Arten verfüttern. Alle übrigen Körnerfresser dürfen Dinkel in ihrer Körnermischung bekommen.

Die unscheinbare Wurzel hat keinen Futterwert. Sie können sie aber mit dem Rest der Pflanze ins Gehege geben. Giftig oder ungenießbar ist sie nämlich nicht.

Grünkern eignet sich nicht als Keimfutter.

Fütterungsempfehlungen

Farbmäusen dürfen Sie alle Teile des Grünkerns inklusive Korn ad libidum anbieten.

Mongolischen Rennmäusen dürfen Sie alle Teile des Grünkerns inklusive Korn ad libidum anbieten.

Exotischen Mäusen können Sie alle frischen Bestandteile des Grünkerns ad libidum verfüttern. Besonders interessant ist das frische Grün für betonte Frischfresser wie Steppenlemminge, Rötelmäuse oder Schilfwühlmäuse.

Den eigentlichen Grünkern sollten Sie als stark kohlenhydrathaltiges Korn nicht an diabetesgefährdete Arten wie Fette Sandratten verfüttern.

Exotischen Kleinsäugern können Sie alle frischen Bestandteile des Grünkerns ad libidum verfüttern. Besonders interessant ist das frische Grün für betonte Frischfresser. Rüsselspringer mögen besonders die aus Dinkel gezogenen Nagerwiesen.

Den eigentlichen Grünkern sollten Sie als stark kohlenhydrathaltiges Korn nicht an diabetesgefährdete Arten verfüttern.

Mittelhamstern dürfen Sie alle Teile des Grünkerns inklusive Korn ad libidum anbieten.

Bei Zwerghamstern dürfen Sie alle frischen Teile unbeschränkt verfüttern. Den eigentlichen Grünkern sollten Zwerghamster aufgrund des hohen Kohlenhydratanteils nicht bekommen.

Farbratten dürfen Sie alle Teile des Grünkerns inklusive Korn ad libidum anbieten.

Inhaltsstoffe und Nährwerte von Grünkern

Grünkern ist unreifer Dinkel. Im Vergleich zum reifen Korn enthält der Grünkern etwas weniger Kohlenhydrate und etwas weniger Protein. Auch der Anteil an Ballaststoffen ist geringer.

Grünkern ist wie der Weizen glutenhaltig, auch wenn dieses Gluten nicht identisch mit der Zusammensetzung des Weizenglutens ist. Die Unterschiede im Nährwert zum Weizenkorn sind nicht sehr groß und könnten deshalb auch in natürlichen Schwankungen begründet sein – außer dem Kieselsäuregehalt. Der ist beim Grünkern deutlich höher.
Außerdem enthält Grünkern B-Vitamine, Folsäure, Kalium und Mangan.

Pro 100g Saat:

Medizinische Wirkung

Grünkern besitzt keine für Nager interessante, medizinische Wirkung.

Kontraindikationen und Giftwirkung

Grünkern ist komplett ungiftig. Kontraindikationen und Wechselwirkungen sind für das Getreide nicht bekannt.