Hafer

Hafer - Avena sativa

Hafer - Fressbarkeit der Bestandteile und Sammelzeit

Hafer, genauer Saat-Hafer, ist eine zu den Süßgräsern (Poaceae) gehörende, 60 bis 150cm hohe, einjährige Pflanze. Verglichen mit einigen anderen Getreiden ist er eine recht junge Nutzpflanze, die seit etwa 5.000 Jahren angebaut wird. Hafer hat keine besonders hohen Bodenansprüche und wird als Sommergetreide angebaut. Die Ernte beginnt dann ab Mitte August. Dieses Getreide können Sie natürlich auch im Topf, Kübel oder Beet ansäen.

Der zu den Süßgräsern zählende Hafer ist in allen grünen Bestandteilen uneingeschränkt fressbar.

Die unscheinbare Blüte des Hafers hat keinen besonderen Futterwert. Aber natürlich können Sie auch blühenden Hafer verfüttern.

Mit knapp 60g Kohlenhydraten pro 100g ist Hafer eine Mehlsaat. Diese sollten Sie nicht an diabetesgefährdete Arten verfüttern. Alle übrigen Körnerfresser dürfen Hafer in ihrer Körnermischung bekommen.

Die unscheinbare Wurzel des Hafers hat keinen Futterwert. Sie können sie aber mit dem Rest der Pflanze ins Gehege geben. Giftig oder ungenießbar ist sie nämlich nicht.

Hafer können Sie auch als Keimfutter anbieten. Außerdem lassen sich gut kleine “Wiesen” im Topf davon ziehen, die viele Mäusearten gern mögen.

Fütterungsempfehlungen

Farbmäusen dürfen Sie alle Teile des Hafers inklusive Korn ad libitum anbieten.

Mongolischen Rennmäusen dürfen Sie alle Teile des Hafers inklusive Korn ad libitum anbieten.

Exotischen Mäusen können Sie alle frischen Bestandteile des Hafers ad libitum verfüttern. Besonders interessant ist das frische Grün für betonte Frischfresser wie Steppenlemminge, Rötelmäuse oder Schilfwühlmäuse. Aber auch Kleine Pferdespringer und andere Arten mögen es gern.

Die Hafersaat sollten Sie als stark kohlenhydrathaltiges Korn nicht an diabetesgefährdete Arten wie Fette Sandratten verfüttern.

Exotischen Kleinsäugern können Sie alle frischen Bestandteile des Hafers ad libitum verfüttern. Besonders interessant ist das frische Grün für betonte Frischfresser. Rüsselspringer mögen besonders die aus Hafer gezogenen Nagerwiesen.

Die Hafersaat sollten Sie als stark kohlenhydrathaltiges Korn nicht an diabetesgefährdete Arten verfüttern.
Rüsselspringern ist das Getreidekorn erfahrungsgemäß zu groß.

Mittelhamstern dürfen Sie alle Teile des Hafers inklusive Korn ad libitum anbieten.

Bei Zwerghamstern dürfen Sie alle frischen Teile unbeschränkt verfüttern. Haferkörner sollten Zwerghamster aufgrund des hohen Kohlenhydratanteils nicht bekommen.

Farbratten dürfen Sie alle Teile des Hafers inklusive Korn ad libitum anbieten.

Inhaltsstoffe und Nährwerte von Hafer

Hafer ist ein besonders hochwertiges Getreide mit einer günstigen Proteinzusammensetzung, wenig Gluten und einem mit 75% sehr hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren im Fettanteil. Daneben finden sich im Hafer Alkaloide und Phytostearine. Zudem enthält das Haferkorn noch die der Gattung Avena eigenen Avenathramide. Unter den Ballaststoffen stechen die Beta-Glucane hervor, die beim Hafer in der äußeren Schicht des Mehlkörpers sitzen. Neben verschiedenen sekundären Pflanzenstoffen enthält Hafer größere Mengen an B-Vitaminen und Eisen.

Essenzielle Aminosäuren in mg je 100g
Pflanzenstoffe
Pro 100g Saat:

Medizinische Wirkung

Hafer sagt man nicht ohne Grund nach, ein sehr gesundes Getreide zu sein. So binden die enthaltenen Beta-Glucane Gallensäuren, fördern damit die Ausscheidung von Cholesterin und helfen so, den Cholesterinspiegel zu senken. Außerdem steigt der Blutzuckerspiegel beim Verzehr von Hafer weniger steil und stark an als bei anderen Getreiden.
Dank der Wasserlöslichkeit der Ballaststoffe bildet sich eine gelartige Masse, die die Magen- und Darmwand schützt. Bei Menschen gilt Hafer daher besonders bei Reizmagen und Reizdarm als günstig.
In Versuchen mit Avenathramiden aus dem frischen Haferkraut zeigte sich außerdem eine entzündungshemmende, reizlindernde und juckreizmildernde Wirkung.

Kontraindikationen und Giftwirkung

Hafer ist komplett ungiftig. Kontraindikationen und Wechselwirkungen sind für das Getreide nicht bekannt.

Quellen:

Wikipedia
FDDB
Pflanzenforschung.de
Getreide.org


Letztes Update: 25.05.2020