Hasel – Haselnuss

Gemeine Hasel - Corylus avellana

Haselnuss - Fressbarkeit der Bestandteile und Sammelzeit

Die Haselnuss (Corylus avellana) ist ein etwa 5m hoch wachsender, sommergrüner Strauch – seltener ein bis zu 10m hoher Baum – aus der Familie der Birkengewächse (Betulaceae). Die Äste und Zweige bilden eine glatte, glänzende graubraune Rinde aus, die im Alter mit Rissen durchzogen ist. Im Boden verwurzelt ist sie mit einer Pfahlwurzel, die starke Seitentriebe bildet und weit verzweigt wurzelt.
Die Hasel blüht schon, bevor das Laub austreibt, nämlich im Februar und März. Die Nüsse sind dann im September und Oktober erntereif.

Den Haselstrauch treffen Sie in ganz Europa und Kleinasien an. In Mitteleuropa ist er sehr weit verbreitet. Anzutreffen ist sie vor allem in Feldhecken, an Waldrändern und in lichten Wäldern, aber auch in Gärten und Parks als kultivierte Pflanze. Besonders wohl fühlt sich die Hasel auf feuchten, lockeren und humosen Böden an sonnigen oder leicht schattigen Standorten.

Die hier im Steckbrief beschriebenen Aussagen treffen im Übrigen auch auf die Zuchtformen der Hasel zu wie etwa der Korkenzieher-Hasel (Corylus avellana ‘Contorta’), der Aurea der Red Majestic.

Die breiten Blätter der Hasel können Sie ad libitum anbieten.

Die Blüten der Hasel sind meistens nicht sonderlich beliebt. Sie können sie aber mit verfüttern, wenn Sie Zweige anbieten.

Die hartschaligen Nüsse sind ein gutes Beschäftigungsfutter für viele Nager. Ungeschält ist auch der hohe Kaloriengehalt der Nüsse unproblematisch. Geschälte Nüsse sollten Sie guten Futterverwertern eher in Maßen anbieten.

Die Wurzel der Hasel können Sie im Gehege ebenfalls anbieten oder als Deko nutzen.

Die Rinde der Hasel ist genießbar. Sie können frische Zweige also auch dann komplett anbieten, wenn Ihre Mäuse die Rinde abschälen und fressen.

Fütterungsempfehlungen

Die Hasel dürfen Sie Farbmäusen in allen Teilen anbieten. Geschälte Haselnüsse sind allerdings ziemliche Kalorienbomben, die Sie besser als Leckerlie und für eher schlanke Tiere anbieten können.
Die ungeschälten Nüsse sind für Farbmäuse ein Beschäftigungsfutter, das aber so manche Maus ob der harten Schale mit Nichtachtung straft. Manchmal hilft dann Anbohren, um die Nager zu motivieren.

Die Hasel dürfen Sie Mongolischen Rennmäusen in allen Teilen anbieten. Geschälte Haselnüsse sind allerdings ziemliche Kalorienbomben, die Sie besser als Leckerlie und für eher schlanke Tiere anbieten können.
Die ungeschälten Nüsse sind für Mongolen ein gutes Beschäftigungsfutter, das auch dem recht starken Nagetrieb der Tiere entgegenkommt.

Die Hasel dürfen Sie allen exotischen Mäusen in allen Teilen anbieten. Geschälte Haselnüsse sind allerdings ziemliche Kalorienbomben, die Sie besser als Leckerlie anbieten und bei zu Verfettung neigenden Arten nur sehr selten geben.
Die ungeschälten Nüsse sind für vor allem für die stärkeren Nager unter den exotischen Mäusen ein gutes  Beschäftigungsfutter.  Manchmal hilft dann Anbohren, um die Nager zu motivieren, wenn Ihre Tiere die Nüsse mit Nichtachtung strafen. Für sehr kleine Arten wie Zwerg- oder Knirpsmäuse sollten Sie die Nuss öffnen, sodass sie diese nach und nach leerfressen können, aber immer noch etwas für ihr Futter arbeiten müssen.

Rötelmäuse ergänzen mitunter ihre Diät nicht nur mit den Nüssen und Blättern, sondern auch mit der Rinde der Hasel.

Die Hasel dürfen Sie allen kleinen Säugerexoten in allen Teilen anbieten oder als Inventar verwenden.
Geschälte Haselnüsse sind allerdings ziemliche Kalorienbomben, die Sie besser als Leckerlie anbieten und bei zu Verfettung neigenden Arten nur sehr selten geben.
Die ungeschälten Nüsse sind vor allem für exotische Nager interessant. Bei Zwergschläfern sollten Sie die Nüsse allerdings mit größeren Löchern versehen, sodass die Tiere die Nuss auspuhlen können. Andernfalls lassen sie Haselnüsse praktisch immer links liegen.

Die Hasel dürfen Sie allen Hamsterarten in allen Teilen anbieten. Geschälte Haselnüsse sind allerdings ziemliche Kalorienbomben, die Sie besser als Leckerlie und für eher schlanke Tiere anbieten können.
Die ungeschälten Nüsse sind für Hamster ein Beschäftigungsfutter, das aber so mancher  ob der harten Schale mit Nichtachtung straft. Manchmal hilft dann Anbohren, um den Nager zu motivieren.

Die Hasel dürfen Sie Farbratten in allen Teilen anbieten. Geschälte Haselnüsse sind allerdings ziemliche Kalorienbomben, die Sie besser als Leckerlie und für eher schlanke Tiere anbieten können.
Die ungeschälten Nüsse sind für Farbratten ein Beschäftigungsfutter, das aber so manche Ratte ob der harten Schale mit Nichtachtung straft. Manchmal hilft dann Anbohren, um die Nager zu motivieren.

Inhaltsstoffe und Nährwerte

Vom Haselstrauch werden besonders gern die Nüsse Mäusen angeboten. Die glänzen mit einem außergewöhnlich hohen Gehalt an Biotin und Vitamin E. Der Proteinanteil enthält außerdem alle für Farbmäuse und Farbratten essenziellen Aminosäuren. Der überwiegende Fettanteil wird aus einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren gebildet. Das macht Haselnüsse zu einer gesunden Leckerei.

Fettsäuren in der Nuss

Einfach ungesättigt:

  • Palmitoleinsäure (136mg)
  • Heptadecensäure (49,9mg)
  • Ölsäure (49.285,7mg)

Mehrfach ungesättigt:

  • Linolsäure 6.127,2mg
  • Linolensäure (55,8mg)
Essenzielle Aminosäuren
  • Arginin (2.123.3mg)
  • Histidin (381,6mg)
  • Isoleucin (538,2mg)
  • Leucin (1.027,4mg)
  • Lysin (440,3mg)
  • Methionin (195,7mg)
  • Phenylalanin (665,4mg)
  • Threonin (450,1mg)
  • Tryptophan (195,7mg)
  • Valin (704,5mg)

Sekundäre Pflanzenstoffe

In den Blättern:

  • ätherische Öle
  • Sitosterin
  • Phenole
  • Gerbstoffe
  • Kieselsäure

In den Nüssen:

  • Phytosterine
  • Salicylsäure
Pro 100g geschälte Nüsse:

Medizinische Wirkung

Die Hasel zählt nicht zu den medizinisch für Mäuse bedeutsamen Pflanzen.

Kontraindikationen und Giftwirkung

Für die Hasel gibt es keine bekannten Kontraindikationen. Zudem ist kein Teil giftig.

Quellen:

Wikipedia
Mein schöner Garten
naehrwertrechner.de
Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee e. V.
Busch, Marlies: Pflanzen für Heimtiere – gut oder giftig?, Ulmer, Stuttgart 2014; S. 44

Letztes Update: 13.04.2020