Mais

Mais - Zea mays

Mais - Fressbarkeit der Bestandteile und Sammelzeit

Mais (Zea mays) ist ein bis zu 300cm hoher Vertreter der Süßgräser (Poaceae). Die kräftigen, einjährigen Pflanzen stammen ursprünglich aus Mexico, werden heute aber weltweit angebaut. Mais wächst in der Regel unverzweigt, sodass die bis zu 40cm langen Laubblätter direkt am zentralen Spross sitzen. In Mitteleuropa blüht der Mais von Juli bis September und wird von Mitte September bis Ende November geerntet. Er trägt dann weißliche, goldgelbe, rote oder schwarzviolette Körner.
Wenn Sie auf Feldern sammeln: Sein Sie so höflich und fragen Sie den Bauern, ob Sie das dürfen. Und sammeln Sie wegen der Pestizidbelastung möglichst nur von Bio-Feldern.

Sie möchten Mais selber ziehen im Topf oder im Beet? Dann sollten Sie ihn ab Mitte April bis Anfang Mai vorziehen. Dazu die Körner 12 Stunden in Wasser einweichen und dann an einen warmen Ort zum Keimen stellen, denn Mais ist ein Wärmekeimer, der erst bei einer bestimmten Grundwärme ausschlägt. Für seinen Standort bevorzugt er eine sonnige, warme Lage mit stickstoffreichem Boden.

Die grünen Teile der Maispflanze können Sie frisch und getrocknet verfüttern.

Die Maisgriffel sind giftig. Daher sollten Sie die Blüte nicht anbieten.

Mais ist eine Mehlsaat, die Sie frisch oder getrocknet als ganzen Kolben oder im Saatenmix anbieten dürfen. Ausnahme: Mais hat einen mittleren glykämischen Index (65) und eine mittlere glykämische Last (14,3). Diabetesgefährdete Arten sollten daher Mais nur sehr selten oder gar nicht bekommen.
Verfüttern Sie außerdem keinen Dosenmais.

Die Wurzel der Maispflanze hat keinen besonderen Futterwert. Da sie aber nicht giftig ist, können Sie sie mit ins Gehege geben.

Mais ist als Keimfutter ungeeignet.

Fütterungsempfehlungen

Inhaltsstoffe und Nährwerte

Die Saat des Mais, die eigentlichen Maiskörner, glänzt mit einem recht hohen Vitamin-E-Gehalt. Enthalten sind außerdem unter anderem verschiedene B-Vitamine und Beta-Carotin. Das Maiskeimöl enthält neben Palmintinsäure mit Linol- und Ölsäure ungesättigte Fettsäuren. Auch Phytosterole sind im Maiskorn enthalten.

Essenzielle Aminosäuren
  • Arginin (350mg)
  • Histidin (231mg)
  • Isoleucin (307mg)
  • Leucin (1068mg)
  • Lysin (222mg)
  • Methionin (162mg)
  • Phenylalanin (410mg)
  • Threonin (307mg)
  • Tryptophan (60mg)
  • Valin (410mg)
Fettsäuren
  • Palmitinsäure (382mg)
  • Stearinsäure (72mg)
  • Arachinsäure (59mg)
  • Palmitoleinsäure (29mg)
  • Ölsäure (1.346mg)
  • Linolsäure (1.321mg)
  • Linolensäure (59mg)
Pro 100g Körner:

Medizinische Wirkung

Mais ist für Mäuse medizinische nicht relevant.

Kontraindikationen und Giftwirkung

Mais ist als Süßgras bis auf seine Griffel der Blüte ungiftig. Die Maisgriffel enthalten jedoch toxische Substanzen, die zu großen Teilen noch unbekannten Alkaloiden zugerechnet werden. Möglicherweise sind auch Aflatoxine beteiligt, die vom Pilz Aspergillus flavus gebildet werden, der die Maisblüten gern besiedelt. Die Toxine können schon beim Einatmen ihre Wirkung entfalten.

Quellen:

Wikipedia
naehrwertrechner.de
meine-ernte.de
Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention

Busch, Marlies: Pflanzen für Heimtiere – gut oder giftig?, Ulmer, Stuttgart 2014; S. 218
Frohne, Dietrich: Heilpflanzenlexikon, 8. Aufl, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft bmH, Stuttgart 2006; S. 533

Letztes Update: 06.05.2020