Mariendistel

Mariendistel - Silybum marianum

Trivialnamen:

Mariendistel - Fressbarkeit der Bestandteile und Sammelzeit

Die Mariendistel ist eine sehr markante und schöne Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Unverwechselbar macht sie das weiße, unregelmäßige Linienmuster auf den grünen Blättern. Wild wächst sie vor allem im Mittelmeerraum, ist aber auch in Mitteleuropa vereinzelt verwildert – oder wächst im Garten, wo Sie Nager- und Vogelfutter ausstreuen oder Reste entsorgen.
Wild kommt sie unter anderem an Wegrändern, auf Viehweiden oder Schuttplätzen vor, da sie eher trockene, steinige Böden bevorzugt.
Hier wächst die ein- oder zweijährige Distel zwischen 20 und 150cm hoch. Die körbchenförmigen, violetten Blüten erscheinen vor allem im Juli und August. Aus ihnen reifen im August und September die ölhaltigen Samen, die an Schirmchen mit dem Wind verbreitet werden.

Um die Mariendistel selber anzubauen genügt ein ausreichend großer Topf auf dem Balkon schon aus. Sie können sie aber auch im Beet aussäen oder am Wiesenrand im Garten wachsen lassen.

Die stacheligen Blätter der Mariendistel sind ungiftig und daher fressbar für alle Nager. Allerdings kommt nicht jede Art und jedes Tier mit den Stacheln zurecht. Entfernen Sie diese also im Zweifel, bevor Sie sie anbieten.

Die Blüte ist zwar fressbar, aber ebenfalls sehr stachelig. Bieten Sie im zweifel deshalb nur die violetten Blütenblätter an.

Der am häufigsten als Futter für Mäuse verwendete Teil der Mariendistel ist ihre ölhaltige Saat.

Junge, unverholzte Wurzeln der Mariendistel gelten bis heute teils noch als leckeres Wurzelgemüse. Auch Mäuse, vor allem Wurzelliebhaber wie Rötelmäuse oder Lemminge, mögen sie mitunter recht gern.

Als Keimfutter ist die mariendistel nicht geeignet.

Fütterungsempfehlungen

Farbmäusen dürfen alle Teile der Mariendistel fressen. Allerdings sollten Sie vor dem Füttern die Stacheln der stacheligen Teile entfernen.
Da die Saat eine Ölsaat ist, sollten Sie sie an übergewichtige nur in Maßen füttern.

Mongolische Rennmäuse dürfen alle Teile der Mariendistel fressen. Allerdings sollten Sie vor dem Füttern die Stacheln der stacheligen Teile entfernen.
Da die Saat eine Ölsaat ist, sollten Sie sie an übergewichtige nur in Maßen füttern.

Exotische Mäuse dürfen alle Teile der Mariendistel fressen. Allerdings sollten Sie für Arten, die stacheliges Futter nicht gewohnt sind, vor dem Füttern die Stacheln entfernen.
Da die Saat eine Ölsaat ist, sollten Sie diese an Arten und Exemplare, die zu Übergewicht neigen, nur in Maßen füttern.

Exotische Kleinsäuger dürfen alle Teile der Mariendistel fressen, soweit Frischfutter zu ihrer Ernährung gehört. Allerdings sollten Sie vor dem Füttern die Stacheln der stacheligen Teile entfernen, soweit dei betreffende Art nicht mit stacheligem Futter umgehen kann.
Da die Saat eine Ölsaat ist, sollten Sie sie an leicht verfettende Arten nur in Maßen füttern.

Die verschiedenen Hamsterarten dürfen alle Teile der Mariendistel fressen. Allerdings sollten Sie vor dem Füttern die Stacheln der stacheligen Teile entfernen.
Da die Saat eine Ölsaat ist, ist sie auch für Zwerghamster unproblematisch. Sie sollten sie an übergewichtige Tiere aber nur in Maßen füttern.

Farbratten dürfen alle Teile der Mariendistel fressen. Allerdings sollten Sie vor dem Füttern die Stacheln der stacheligen Teile entfernen.
Da die Saat eine Ölsaat ist, sollten Sie sie an übergewichtige nur in Maßen füttern.

Inhaltsstoffe und Nährwerte

Von der Mariendistel sind vor allem die Inhaltsstoffe der Samen gut untersucht. Die bestehen zu 30% aus Proteinen und zu weiteren 30% aus einem fetten Öl. Desweiteren enthalten sie ein Gemisch an Flavonolognanen, die in ihrer Gesamtheit Silymarin genannt werden. Im Gemisch enthalten sind 50 % Silybinin und kleineren Mengen Isosilybinin, Silychristin und Silydianin.
Außerdem enthalten die Saaten Gerbstoffe, Bitterstoffe, Farbstoffe, Amine und einen kleinen Teil ätherischer Öle sowie bisher nicht definierte scharfe Stoffe und Harze

Medizinische Wirkung

Die Mariendistel ist schon seit der Antike als Heilpflanze bekannt, die die Leber unterstützt. Noch heute wird die Pflanze unterstützend zum Leberschutz eingesetzt und sogar genau dafür gezielt verfüttert. Verwendet werden vor allem die Samen. Aber auch die anderen überirdischen Teile werden zu Hilfe bei Leberschäden und Gallenleiden ergänzend eingesetzt.

Wirkungen
  • leberschützend
Einsatzgebiete
  • chronisch entzündliche Lebererkrankungen
  • toxische Leberschäden
  • Leberzirrhose
  • Verdauungsbeschwerden
  • Fettleber
  • funktionelle Störungen der Gallenwege
In welcher Form?
  • ganze Saat
  • Blätter
  • Extrakt
  • Tee

Kontraindikationen und Giftwirkung

Beim Menschen kann Silymarin in Einzelfällen leicht abführend wirken. Von Mäusen ist mir diese Nebenwirkung nicht bekannt.

Quellen:

Wikipedia
pflanzen-vielfalt.net
Phytodoc

Frohne, Dietrich: Heilpflanzenlexikon, 8. Aufl, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft bmH, Stuttgart 2006; S. 459ff.

Letztes Update: 19.06.2020