Mexikanische Chia

Mexikanische Chia - Salvia hispanica

Chia - Fressbarkeit der Bestandteile und Sammelzeit

Die Mexikanische Chia ist ein Salbeiverwandter aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Ursprünglich vor allem in Mexiko, aber auch dem übrigen Zentralamerika beheimatet, wird die Chia inzwischen auch in Südamerika, in Australien und Afrika angebaut. Hierzulande gibt es keinen gewerblichen Anbau. Sie können die Pflanze im Sommer aber im Topf ziehen.
Die Chia-Pflanze mag stickstoffreiche, lockere, nicht zu nasse Böden in sonniger Lage. Bei Temperaturen ab 11°C (optimal 16 – 26°C) wächst sie bis zu 175cm Größe heran.

Über die Fressbarkeit der krautigen Anteile habe ich leider keine konkreten Aussagen gefunden. Als Salbeigewächs sollte das Grün jedoch in Maßen fressbar für mausartige Nager sein.

Über die Fressbarkeit der Blüte habe ich leider keine konkreten Aussagen gefunden. Als Salbeigewächs sollte die Blüte jedoch in Maßen fressbar für mausartige Nager sein.

Mit mehr als 31g Fett pro 100g zählt die Chia_Saat zu den Fettsaaten. Da sie jedoch in diesem Fettanteil sehr gesunde Fettsäuren mitbringt, eignet sich die Saat trotzdem gut als Ölkomponente in einem abwechslungsreichen Kleinsaatenmix.

Über die Fressbarkeit der Wurzel habe ich leider keine konkreten Aussagen gefunden. Als Salbeigewächs sollte diese jedoch in Maßen fressbar für mausartige Nager sein.

Chia ist als klassisches Keimfutter ungeeignet, da es stark geliert.

Fütterungsempfehlungen

Farbmäusen können Sie die Chia-Saat als Teil des Ölsaatenanteils in die Saatenmischung untermengen. Die Akzeptanz ist recht gut.
Bei übergewichtigen Mäusen sollten Sie jedoch nur kleine Mengen anbieten.

Mongolischen Rennmäusen können Sie die Chia-Saat als Teil des Ölsaatenanteils in die Saatenmischung untermengen. Die Akzeptanz ist recht gut.
Bei übergewichtigen Mäusen sollten Sie jedoch nur kleine Mengen anbieten.

Exotischen können Sie die Chia_Saat als Teil des Ölsaatenanteils in die Saatenmischung untermengen. Die Akzeptanz ist recht gut.
Achten Sie vor allem bei Arten, die zu Übergewicht neigen, auf einen insgesamt nicht zu hohen Fettsaatenanteil im Futter.

Gern genommen wird die Fettsaat auch von betonten Kleinsaatenfressern wie Springmäusen und Knirpsmäusen, denen die klassischen Ölsaaten Sonnenblumen- und Kürbiskern mitunter zu groß sind.

Exoten, die kleine Saaten annehmen, dürfen auch Chia bekommen.
Achten Sie aber vor allem bei Arten, die zu Übergewicht neigen, auf einen insgesamt nicht zu hohen Fettsaatenanteil im Futter.

Vor allem Zwerghamstern können Sie die Chia_Saat als Teil des Ölsaatenanteils in die Saatenmischung untermengen. Die Akzeptanz ist recht gut. Aber auch Mittelhamster dürfen die kleinen Samen fressen.
Bei übergewichtigen Hamstern sollten Sie jedoch nur kleine Mengen anbieten.

Für Farbratten ist die Chia_Saat ein eher kleines, aber durchaus interessantes Leckerli in der Futtermischung.
Bei übergewichtigen Ratten sollten Sie jedoch die Menge an Fettsaaten insgesamt – und damit auch die Menge der Chia – deutlich beschränken.

Inhaltsstoffe und Nährwerte

Chia-Samen sind reich an Proteinen, Mineralien, Antioxidantien und gesunden Fetten. Der Fettanteil liefert unter anderem viele Omega-3-Fettsäuren (etwa 60%) und α-Linolensäure. Nur etwa 9% machen gesättigte Fette aus.
Bei den Vitaminen sind Provitamin A, Vitamin B1 (Thiamin), B2 (Riboflavin) und B3 (Niacin) sowie Folsäure erwähnenswert. Bei den Mineralstoffen ist die Chia-Saat besonders reich an Calcium, Phosphor, Kalium, Kupfer und Zink.

Chia geriet in die Kritik, nachdem selbst in Bio-Ware Rückstände von Pflanzenschutzmitteln gefunden wurden. Inwieweit die Chia gesünder ist als etwa der heimische Leinsamen ist die Superfood-Kampagne bisher ebenfalls schuldig geblieben. Chia ist also von seinen Inhaltsstoffen her interessant und durchaus eine willkommene Abwechslung im Futter. Ein besonderer Health Booster ist es aber nicht.

Wichtigste Aminosäuren
  • Arginin
  • Asparaginsäure
  • Glutaminsäure
  • Isoleucin
  • Leucin
  • Lysin
  • Methionin
  • Phenylalanin
  • Threonin
  • Tryptophan
  • Valin
Sonstige Inhaltsstoffe der Saat
  • α-Linolensäure
  • EPA
  • DHA
  • Antioxidantien (z. B. Phenolsäuren)
Pro 100g Saat:

Medizinische Wirkung

Die Fettsäuren der Chia-Samen gelten zwar als entzündungshemmend. Medizinisch ist die Saat oder ein anderer Teil der Pflanze bisher nicht in Erscheinung getreten.

Kontraindikationen und Giftwirkung

Beim Menschen wurden inzwischen erste Fälle von Wechselwirkungen mit medikamentösen Blutverdünnern beobachtet. Auch bei Patienten mit niedrigem Blutdruck können sich mögliche Symptome intensivieren. Das weist auf eine blutdrucksenkende und blutverdünnende Wirkung von Chia-Saat hin. Systematisch erforscht ist dies bisher allerdings noch nicht ausreichend.

Sicherheitshalber würde ich Mäusen direkt vor und nach OPs, nach Verletzungen mit äußeren oder möglichen inneren Blutungen und Tieren mit Kreislaufproblemen keine Chia füttern.