Ramtillkraut – Nigersaat

Ramtillkraut - Guizotia abyssinica

Ramtillkraut - Fressbarkeit der Bestandteile und Sammelzeit

Das Ramtillkraut (Guizotia abyssinica) aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) ist eine einjährige, krautige Pflanze, die ursprünglich aus Afrika stammt und hier von Äthiopien bis Malawi vorkommt. In Mitteleuropa wächst es vereinzelt wild, da es durch Vogelfutter immer wieder aufkeimt. Durch die hiesigen kalten Winter hält es sich hierzulande aber nicht.
Die anspruchslose, bis 180cm hohe Pflanze wächst wild an Ruderalstandorten, wird aber auch in der Landwirtschaft gern als Zwischenfrucht angebaut.
Das Ramtillkraut hat einen leicht brechenden, hohlen, haarigen Stängel mit leicht violetten Sprenkeln und behaarten Blättern und wächst hierzulande ab Mai. Von August bis September erscheinen die kleinen, gelben Blütenkörbe, aus denen bei passendem Klima von September bis Oktober die kleinen, schmalen, schwarzen Samen reifen, die Sie als Nigersaat auch im Handel kaufen können.
Wenn Sie Ramtillkraut selbst anbauen wollen, können Sie das sowohl im Topf auf dem Balkon, als auch im Beet tun. An den Boden stellt die Pflanze keine besonderen Ansprüche. Der Standort sollte aber warm, sonnig und auf jeden Fall frostfrei sein.

Die krautigen Bestandteile des Ramtillkrautes können Sie Mäusen bedenkenlos anbieten.

Die Blüte des Ramtillkrauts ist fressbar. Sie dürfen sie also mit den übrigen Bestandteilen der Pflanze verfüttern.

Die Früchte des Ramtilkrautes – bekannt als Nigersaat oder Negersaat – sind ölhaltige Samen. Durch ihre geringe Größe überfressen sich aber die wenigsten Nager an den energiereichen Saaten. Als kohlenhydratarme Saat ist die Nigersaat auch für Mischungen diabetesgefährdeter Kleinsäuger geeignet.

Die Wurzes des Ramtilkrauts ist fressbar.

Als Keimfutter ist das Ramtillkraut ungeeignet.

Fütterungsempfehlungen

Farbmäusen können Sie alle Teile der Pflanze ad libitum anbieten. Die ölhaltigen Samen sind bei diesen Mäusen jedoch nur mäßig beliebt.

Mongolischen Rennmäusen können Sie alle Teile der Pflanze ad libitum anbieten.

Exotischen Mäusen können Sie alle Teile der Pflanze ad libitum anbieten. Die ölhaltigen Samen sind eher bei betonten Kleinsaatenfressern beliebt. Vor allem große Arten wie Nilgras- oder Baumwollratten lassen sie meistens liegen. Die Saat ist auch für diabetesgefährdete Arten wie Fette Sandratten geeignet.

Exotischen Kleinsäugern können Sie alle Teile der Pflanze ad libitum anbieten. Die ölhaltigen Samen sind auch für diabetesgefährdete Arten unproblematisch.

Den verschiedenen Hamsterarten können Sie alle Teile der Pflanze ad libitum anbieten. Die ölhaltigen Samen sind auch bei Zwerghamstern unproblematisch.

Farbratten können Sie alle Teile der Pflanze ad libitum anbieten. Die ölhaltigen Samen sind aufgrund ihrer geringen Größe jedoch nicht sonderlich beliebt.

Inhaltsstoffe und Nährwerte

Die kleinen, schwarzen Samen der Nigersaat gehören zu den ölhaltigen Saaten. Sie können sie als fetthaltige Komponente Kleinsaatenmischungen zusetzen. Die Samen sind reich an Calcium (430mg/ 100g) und Phosphor (650mg/ 100g).
Für Kraut, Wurzel und Blüten konnte ich leider keine Nährwertangaben finden. Sie werden jedoch in der Landwirtschaft mitunter als Futter, öfter jedoch zur Gründüngung verwendet.

Pro 100g Saat:

Medizinische Wirkung

Ramtillkraut und sein Samen, die Nigersaat, sind medizinisch nicht von Bedeutung.

Kontraindikationen und Giftwirkung

Das Ramtillkraut ist in allen Teilen ungiftig. Kontraindikationen sind mit nicht bekannt.