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Vorsicht, stille Mitleser!

FarbmäuserichSie sind nicht definiert und keiner hat sie je gesehen, dafür gibt es eine Menge Leute, die sich enorm vor ihnen fürchten: stille Mitleser. Es muss eine gar furchterregende Spezies sein, denn ständig wird vor ihr gewarnt. Allerdings habe ich das Gefühl, dass sie eher ein bequemes Totschlagargument sind, um kreative Geister mundtot zu machen. Zumindest werden sie gern dafür benutzt.

Die passen da nicht durch

Hirschmäuse (Peromyscus maniculatus)

Mäuse in der Unterwäsche, Zwergschläfer in der Milch, Schaben zwischen den Lebkuchen oder Heimchen hinter der Einbauküche … Es gibt so Dinge im Leben eines Nagerhalters, auf die könnte man gut und gerne verzichten. Brauchen tut die nämlich höchstens das Umfeld der Opfer – zur allgemeinen Erheiterung. Die hat ihren Ausgang nur allzu oft in einem Satz: “Die passen da nicht durch.” Sprach’s und das Unglück nimmt seinen Lauf.

Sinn und Unsinn von §1 der Mausordnung

ratte hinter gittern“Fass da nicht dran!” Ich möchte nicht wissen, wie oft ich diesen Satz schon gesagt habe. Nein, nicht zu meinem Kind, sondern zu erwachsenen Leuten. Es gibt in diesem Haushalt ein ungeschriebenes Gesetz, die Mausordnung. Und §1, Abs.1 davon besagt: “Das Gitter der Mäusegehege wird nicht angegriffelt! Wenn Ihr was von den Tieren wollt, macht die Tür auf oder guckt durchs Gitter.” Aber irgendwie hat Gehegegitter eine geradezu mag(net)ische Anziehungskraft.

Mäuse und Quantenphysik

RötelmausMäuse sind Quantenteilchen. Da bin ich mir ganz sicher! Wer sich schon mal mit Quantenphysik beschäftigt hat, kennt das Bild: Solange man hinguckt, kocht das Wasser im Quantenkessel nicht. Erst wenn man sich wegdreht, pfeift das Kesselchen.

Mit Mäusen ist das ähnlich. Am besten lässt sich das in Vergesellschaftungen und bei nicht ganz stabilen Gruppen beobachten. Kaum dreht man sich um, ertönt lautstarkes Gepiepse, Gemecker und Gezeter. Je nach Qualität der Geräuschkulisse geht man dann entsetzt von aus, dass sich die plüschigen, kleinen Lieblingsnager grad gegenseitig umbringen oder es zumindest versuchen – und guckt natürlich sofort, was los ist, um notfalls lebensrettende Maßnahmen einleiten zu können.