Wärmequellen für Mäuse

Wärmequellen für Mäuse vor allem für wärmeliebende Arten wichtig. Achten Sie unabhängig von der Wärmequelle darauf, dass sich die Tiere dieser entziehen und kühlere Regionen im Gehege aufsuchen können. Achten Sie bei in geschlossenen Gehegen (Aquarium, Terrarium, geschlossene Eigenbauten) auf eine adäquate Stärke des Heizelements, um einen Hitzestau und damit eine akute Hitzschlaggefahr für die Tiere zu vermeiden!

Heizkabel

Heizkabel sind isolierte Drähte, die im Mäander mit Silikon auf eine Unterlage wie etwa Glas geklebt werden. Dabei erreichen Sie je nach Abstand der Schnurbögen zueinander eine unterschiedliche Wärmeintensität. Achten Sie unbedingt auf den vom Hersteller empfohlenen Mindestabstand!
Die Schnüre können Sie sowohl auf eine transportable Platte (etwa für OSB-Terrarien), als auch direkt in oder unter ein Glasgehege kleben. Für Plastik und Holz sind sie für direktes Aufkleben ungeeignet.

Vorteile
  • gleichmäßige Temperaturentwicklung
  • auch größere Flächen können gewärmt werden
  • Einsatz auch nachts möglich
  • in verschiedenen Stärken erhältlich
Nachteile
  • Installation mit etwas Aufwand verbunden
  • vergleichsweise teuer in guter Qualität

Heizlampe

Heizlampen gibt es in zahlreichen Stärken, Formen und mit verschiedenen Lichtspektren – bei Bedarf sogar wasserdicht. Wenn Sie beim Spektrum unsicher sind, ob die von Ihnen gewählte Lampe zu Ihren Tieren passt, fragen Sie unbedingt nach. Generell gilt jedoh: Das genaue Lichtsprektrum ist nicht so zwingend wichtig wie bei Reptilien oder einigen anderen Terrarientieren.
Nicht jede Lampe eignet sich außerdem zur generellen Temperaturerhöhung. Es gibt spezielle Leuchten für Hot Spots und solche, die neben dem Hot Spot auch das ganze Gehege gleich mit aufheizen.
Wichtig ist jedoch, wenn Sie die Lampe als Heizung fürs Gehege verwenden: Sie sollten Sie nicht rund um die Uhr betreiben. Andernfalls bringen Sie den Tag-Nacht-Rhyhmus Ihrer Tiere nachhaltig durcheinander.

Vorteile
  • gleichmäßige Temperaturentwicklung
  • in verschiedenen Stärken erhältlich
  • auch zur allgemeinen Erhöhung der Temperatur geeignet
Nachteile
  • teils hoher Stromverbrauch
  • verwirrende Produktvielfalt
  • vergleichsweise teuer in guter Qualität
  • nicht für den 24h-Betrieb geeignet

Heizmatte

Heizmatten gibt es in sehr unterschiedlichen Größen und Stärken. Sie in einem Gehege zu verlegen, ist recht aufwändig verglichen mit anderen Wärmequellen, da sie zumindest bei Nagerexoten das Kabel entsprechend schützen müssen. Verlegen Sie die Matte unter dem Gehege, sollte sie für einen optimalen Wirkungsgrad direkten Kontakt zum Boden haben. Andernfalls verpufft ein Großteil der Wärme.

Achten Sie vor allem bei geschlossenen Behältern wie kleineren Aquarien und Terrarien darauf, dass die Stärke der Matte auch dem Gehege entspricht. Sonst drohen Hitzestau und Hitzschlag! Eine 7-Watt-Matte ist für ein 60er Aquarium beispielsweise für eine leichte Erwärmung völlig ausreichend. Testen Sie Ihre Matte vorher im Leerlauf. Nach 60 Minuten sollte der Boden maximal gut handwarm sein.

Vorteile
  • gleichmäßige Wärmeabgabe
  • auch größere Flächen können gewärmt werden
  • Einsatz auch nachts möglich
  • in vielen Stärken erhältlich
Nachteile
  • Einbau mit etwas Aufwand verbunden
  • vergleichsweise teuer in guter Qualität

Heizstein

Heizsteine sind Wärmeelemente mit Felsoptik, die sich gleichmäßig erwärmen. Sie können sowohl zum Heizen von Glasgehegen, als auch als lokaler Wärmespot für Gittergehege und Eigenbauten verwendet werden. Achten Sie bei Glasgehegen darauf, dass die Heizleistung nicht zu hoch für die Gehegegröße ist, sonst droht ein Hitzschlag!
Bei Holzgehegen lässt sich das Kabel direkt durch ein Bohrloch nach draußen leiten und so vor den Nagezähnen schützen. In Glasgehegen ist die Kabelsicherung etwas schwieriger. U-Profile haben mir hier gute Dienste erwiesen.
Achten Sie im Holzgehege darauf, dass die Steine keine zu große Leistung haben und lesen Sie die Vorsichtsmaßnahmen der Anleitung genau. Holz und vor allem Holzspäne oder ähnliche Einstreu sind gut brennbar.

Vorteile
  • gleichmäßige Wärmeabgabe
  • dekorative Optik
  • Einsatz auch nachts möglich
  • in vielen Stärken erhältlich
Nachteile
  • Einbau mit etwas Aufwand verbunden
  • Kunststoff -> kann angenagt werden
  • teilweise recht teuer

Rotlicht

Rotlichtlampen für Wärmespots im Gehege finden Sie im Terrarienzubehör.
Nutzen Sie für diese Birnen unbedingt eine hitzebeständige Fassung aus Keramik oder Porzellan, da die Rotlichtlampen sehr heiß werden können. Kunststofffassungen schmelzen innerhalb kürzester Zeit.

Das rote Licht ist eine Infrarotstrahlung, die aufgrund ihrer langen Wellenlänge tief ins Gewebe eindringen kann. Der wärmende Effekt weitet die Blutgefäße und fördert die Durchblutung. Für die oft rezitierte Behauptung, dass Rotlicht austrocknet, habe ich bisher keine wissenschaftlichen Belege gefunden. Im Gegenteil, viele Mäuse und andere Exoten genießen die tiefe Wärme und liegen gern darunter.

Vorteile
  • gleichmäßige Wärmeabgabe
  • Tiefenwärme
  • recht günstig im Einkauf
Nachteile
  • produziert nur punktuell Wärme
  • recht hoher Stromverbrauch

Wärmestrahler / Keramikstrahler / Dunkelstrahler

Wärmestrahler sind lichtlose Strahler aus der Terraristik, die reine Wärme abstrahlen und deshalb 24/7 betrieben werden können, ohne den Aktivitätsrhythmus der Tiere zu stören. Sie kreieren punktuell Wärme, etwa für das Wärmebad auf einem Stein oder einer Sandfläche.
Achten Sie bei geschlossenen Gehegen auf die Stärke der Lampe, um einen Hitzestau und damit die Gefahr eines Hitzschlages zu vermeiden! Beachten Sie außerdem bei Holzgehegen einen ausreichenden Abstand der Strahler zum Holz.

Vorteile
  • gleichmäßige Temperaturentwicklung
  • Einsatz auch nachts möglich
  • in verschiedenen Stärken erhältlich
Nachteile
  • recht hoher Stromverbrauch
  • nicht zum Heizen ganzer Gehege