Anis

Anis - Pimpinella anisum

Fressbarkeit der Bestandteile und Sammelzeit

Der Anis (Pimpinella anisum) ist eine Gewürz- und Heilpflanze aus der Familie der Doldenblütler. Die einjährige, krautige Pflanze wird zwischen 10 und 60cm hoch und treibt eine dünne Pfahlwurzel in den Boden. Er blüht im Juli und August in weißen Dolden und trägt im Frühherbst eiförmige, kleine Früchte. Mitunter wächst Anis bei uns auch verwildert. Vom optisch sehr ähnlichen Schierling unterscheidet er sich vor allem durch den typischen Anisduft.
Für den Anbau im Beet, Kübel oder Topf sollten Sie einen leichten, durchlässigen Boden sowie einen trockenen, warmen und sonnigen Standort wählen. Aussäen können Sie die Samen im Frühjahr. Jedoch sollten Sie Anis nie länger als 3 Jahre in Folge an derselben Stelle anbauen.

Aniskraut ist für alle Mäuse im Gemisch fressbar.

Die Blüte der Anisplflanze können Sie im Gemisch mit verfüttern.

Die Früchte können Sie als Teil einer Saatenmischung mit verfüttern. Außerdem sind sie ein typischer Bestandteil von Magen-Darmmischungen für kleine Nager, die in der Regel mit Fenchel und Kümmel ergänzt werden.

Die dünne Pfahlwurzel ist für die meisten Nager nicht sehr interessant. Wenn Sie die ganze Pflanze reinlegen wollen, können Sie die Wurzel aber mit verfüttern. Giftig ist sie nicht.

Anis eignet sich nicht besonders gut als Keimfutter.

Fütterungsempfehlungen

Farbmäuse dürfen Anis in allen Pflanzenteilen fressen. Die frische Pflanze sollten Sie immer im Gemisch verfüttern.

Mongolische Rennmäuse dürfen Anis in allen Pflanzenteilen fressen. Die frische Pflanze sollten Sie immer im Gemisch verfüttern.

Exotische Mäuse dürfen Anis in allen Pflanzenteilen fressen. Die frische Pflanze sollten Sie immer im Gemisch verfüttern. Besonders interessant ist sie für betonte Frischfresser wie Steppenlemminge oder Rötelmäuse.

Exotische Säuger dürfen Anis in allen Pflanzenteilen fressen. Die frische Pflanze sollten Sie immer im Gemisch verfüttern. Sie ist vor allem für betonte Frischfresser interessant.

Die verschiedenen Hamsterarten dürfen Anis in allen Pflanzenteilen fressen. Die frische Pflanze sollten Sie immer im Gemisch verfüttern.

Farbratten dürfen Anis in allen Pflanzenteilen fressen. Die frische Pflanze sollten Sie immer im Gemisch verfüttern.

Inhaltsstoffe und Nährwerte

Anis zählt zu den Mehlsaaten, ist jedoch auch vergleichsweise reich an Protein und Fett. Die Anissaat ist besonders reich an Eisen, bringt aber auch recht viel Kalium und Calcium mit. Außerdem glänzt Anis durch einen hohen Gehalt an Vitamin B3.

Den charakteristischen Anisduft macht das vor allem in den Samen enthaltene ätherische Öl aus. In seiner Konzentration in der Pflanze ist es unbedenklich. Zu hohe Mengen können Ihre Mäuse in einer abwechslungsreichen, auf Selektion basierenden Ernährung nicht zu sich nehmen.

Anders sieht das beim konzentrierten, reinen ätherischen Öl aus. Lesen Sie dazu bitte untenstehend den Abschnitt “Kontraindikation und Giftwirkung”.

Sekundäre Pflanzenstoffe
Nährwerte pro 100g Saat

Medizinische Wirkung

Die Anissaat ist noch heute wegen ihres hohen Gehaltes ätherischer Öle in der Volksheilkunde sehr beliebt. Im Jahr 2014 war der Anis sogar Heilpflanze des Jahres. Bei Nagern ist die Saat oft Bestandteil verdauungsfördernder Mischungen.

Wirkungen
  • antibakteriell
  • auswurffördernd
  • schleimlösend
  • entblähend
  • krampflösend
  • Milchbildung fördernd
Einsatzgebiete
  • Katarrhe der Luftwege (Bronchitis, Husten, Erkältung, Grippe)
  • Reizhusten
  • Verschleimung
  • Verdauungsbeschwerden (Magenkrämpfe, Blähungen)
In welcher Form?
  • Extrakt
  • Tee (aus der Saat)
  • ätherisches Öl
  • Inhalat

Kontraindikationen und Giftwirkung

Die eigentliche Pflanze und ihre Saat sind in der Regel unbedenklich. Allerdings kann sie in seltenen Fällen Allergien verursachen. Vor allem Pollenallergiker können mit Anis Probleme bekommen.
Aufgrund der östrogenen Wirkung des Anis sollten Sie ihn auch nicht an Mäuse mit Mammatumoren verfüttern. Außerdem kann das Öl abtreibend wirken. Verfüttern Sie daher Anis an tragende Tiere nur in sehr geringen Mengen oder im Zweifel vorsichtshalber gar nicht.

Problematischer ist das reine ätherische Öl. Es ist schon in Mengen von wenigen Millilitern toxisch und kann starke Übelkeit auslösen. Außerdem enthält das Öl den Bestandteil Eugenol, der sich im Tierversuch als erbgutverändernd und krebserregend erwiesen hat. Sein Anteil im Anisöl ist jedoch so gering, dass eine Fütterung der Pflanze und ihrer Saat in einer variationsreichen Fütterung sehr wahrscheinlich unbedenklich ist.

Wechselwirkungen von Anis mit Medikamenten sind nicht bekannt.

Quellen:

Wikipedia
naehrwertrechner.de
Phytodoc
Heilkraeuter.de
Apothekenumschau
pharmawiki.ch

Frohne, Dietrich: Heilpflanzenlexikon, 8. Aufl., Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart 2006; S.379 ff.


Letztes Update: 25.02.2020