Breitwegerich

Breitwegerich - Plantago major

Breitwegerich - Fressbarkeit der Bestandteile und Sammelzeit

Der Breitwegerich (Plantago major) gehört zu den Wegerichgewächsen. Inzwischen ist er weltweit verbreitet und wächst praktisch überall: an Straßen, Wegen, Plätzen, auf Weiden, Wiesen und Äckern – besonders an oft begangenen Stellen. Die krautige, 3 bis 25cm hohe Pflanze überdauert im Winter mit einem Rhizom. Der Breitwegerich ist also mehrjährig. Er sät sich aber auch selbst aus. Zum Keimen muss er aber Frost gehabt haben und er braucht Licht. Breitwegerich ist also ein Kalt- und Lichtkeimer. Ernten können Sie die gesamte Pflanze für die Fütterung das ganze Jahr hindurch, soweit kein Schnee liegt. Für medizinische Zwecke sollten Sie besser nur im Sommer ernten.
Der Breitwegerich blüht von Juni bis Oktober.

Die krautigen Teile des Breitwegerichs können Sie frisch und getrocknet in beliebiger Menge verfüttern.

Die Blüte des Breitwegerichs können Sie frisch und getrocknet in beliebiger Menge verfüttern.

Die Wegerichsaat ist ein kleiner, aber sehr proteinreicher Samen und damit ein guter Snack für alle körnerfressenden Nager.

Die Wurzel des Breitwegerichs ist für Nager genießbar. Sie dürfen Sie in beliebiger Menge mit verfüttern.

Die Samen schleimen – ähnlich wie Chia oder Leinsamen – beim Keimen aus und sind daher als Keimfutter ungeeignet.

Fütterungsempfehlungen

Farbmäusen können Sie alle Bestandteile des Breitwegerichs verfüttern. Besonders beliebt sind jedoch Saat und Blätter.

Mongolischen Rennmäusen können Sie alle Bestandteile des Breitwegerichs verfüttern. Besonders beliebt sind jedoch Saat und Blätter.

Exotischen Mäusen können Sie alle Bestandteile des Breitwegerichs verfüttern, soweit diese auch Frischfutter akzeptieren.
Besonders interessant für Wühlmäuse wie Steppenlemminge, Rötelmäuse oder Schilfwühlmäuse ist auch die Wegerichwurzel.

Soweit die jeweilige Tierart Frischfutter und/oder Saaten als Futterbestandteil akzeptiert, können Sie Breitwegerich in allen Teilen anbieten.

Den verschiedenen Hamsterarten können Sie alle Bestandteile des Breitwegerichs verfüttern.

Farbratten können Sie alle Bestandteile des Breitwegerichs verfüttern.

Inhaltsstoffe und Nährwerte

Die Samen des Wegerichs sind sehr proteinreich und sollen außerdem besonders viel Vitamin B1 enthalten. Auch bei anderen Vitaminen kann der Wegerich glänzen: So enthält er pro 100g etwa so viel Vitamin A wie eine große Karotte. Darüber hinaus ist der Breitwegerich reich an Schleimstoffen, die den Samen entzündungshemmende, leicht abführende Eigenschaften verleihen. Der Breitwegerich enthält außerdem:

  • Alantoin
  • Alkaloide
  • Iridoid-Glykoside (bes. Aucubin)
  • Gerbstoffe – und säuren
  • Kieselsäure
  • Polyphenole
Pro 100g Kraut (getr.):
Pro 100g Saat:

Medizinische Wirkung

Der Breitwegerich ist eine Pflanze der Volksmedizin. Ausreichende Studien, die seine Wirksamkeit wissenschaftlich belegen, wurden bisher nicht bemüht. Daher beziehen sich untenstehende Angaben auf eine dünne Studienlage und die volkstümliche Verwendung.

Wirkungen
  • abschwellend
  • antiviral (noch in Untersuchung)
  • adstringierend
  • entzündungshemmend
  • harntreibend
  • krampflösend
  • wundheilungsfördernd
Einsatzgebiete
  • Atemwegserkrankungen
  • Bauchkrämpfe
  • Durchfall
  • Insektenstiche
  • Prellungen
  • Verdauungsbeschwerden

In welcher Form?
  • Tee
  • Saft
  • Brei
  • ganzes Blatt
  • Salbe
  • Lotion

Kontraindikationen und Giftwirkung

Für den Breitwegerich sind keine Kontraindikationen bekannt. Die Pflanze ist in allen Teilen ungiftig.