Erdbeeren

Erdbeeren - Fragaria

Erdbeeren - Fressbarkeit der Bestandteile und Sammelzeit

Erdbeeren (Fragaria) sind eine Gattung aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Die mehrjährigen, krautigen, etwa 10 bis 25cm hohen Pflanzen vermehren sich vor allem durch oberirdische Ausläufer, die schon ab etwa Mai an den Pflanzen wachsen, sodass Erdbeeren sich mit erstaunlicher Geschwindigkeit ausbreiten können. Je nach Art und Sorte blühen Erdbeeren schon ab April bis in den Oktober hinein in meist weißen, seltener gelben Blüten, aus denen dann innerhalb von etwa 4 Wochen die meist roten, saftigen Früchte hervorgehen. Diese Früchte sind allerdings keine echten Beeren, sondern sogenannte Sammelnussfrüchte mit den kleinen Nüsschen der Erdbeersamen.
Wenn Sie Erdbeerpflanzen kaufen, sollten Sie nur nachwachsende Blätter verfüttern, da die Pflanzen in der Regel mit Pestiziden behandelt sind. Sie können natürlich auch einfach Freunde, Bekannte oder Nachbarn fragen, ob diese Ihnen einen Ausläufer mit Pflanze vermachen.
Anbauen können Sie die Pflanzen im Topf, Kübel oder Beet. Wenn Sie auch Früchte ernten wollen, pflanzen Sie entweder schon im Frühjahr, für eine kleine Ernte im selben Jahr. Oder Sie setzen die Erdbeeren erst im Juli oder August, damit sie im Folgejahr üppig tragen. Erdbeeren bevorzugen einen nährstoffreichen, lockeren Boden an einem sonnigen Standort. Hier setzen Sie die Pflanzen am besten im Abstand von 25 bis 30cm.

Walderdbeeren kommen übrigens auch mit kargeren Böden und (Halb)Schatten recht gut zurecht und gedeihen selbst auf einem Nordbalkon noch prächtig.

Die Blätter der Erdbeere sind bei vielen Mäusearten ein durchaus beliebtes Grünfutter.
Von der je nach Art und Sorte im späten Frühjahr bis zum Hochsommer blühenden Pflanze können alle oberirdischen Teile an Mäuse verfüttert werden. Die Blätter erscheinen in der Regel ab März. Sammeln können Sie diese dann je nach Klima und Standort bis in den November hinein.

Die Blüte der Erdbeere können Sie mit verfüttern.

Erdbeeren sind leckere, recht süße Früchte, die von den meisten Mäusen sehr gern gefressen werden. Allerdings sollten Sie sie wegen des Zuckergehaltes nicht an diabetesgefährdete Arten verfüttern.
Erdbeersamen stammen von der Gartenerdbeere (Fragaria × ananassa). Die ölhaltigen Saaten sind sehr klein und daher vor allem für betonte Klein(st)saatenfresser interessant.

Die eher dünne, aber mitunter weit verzweigte Wurzel der Erdbeere hat keinen besonderen Futterwert. Jedoch können Sie sie mit verfüttern, wenn Sie ganz Pflanzen anbieten möchten.

Aus Erdbeersaat Keimlinge zu ziehen, ist zu aufwändig, als dass es sich lohnen würde. Fressbar wären aber auch diese Keimlinge.

Fütterungsempfehlungen

Inhaltsstoffe und Nährwerte

Die Früchte der Erdbeeren enthalten unter anderem verschiedene B-Vitamine und sehr viel Vitamin C. Außerdem findet man in ihnen nennenswerte Mengen an Eisen, Kalium und Zink. Auch sind die Früchte reich an sekundären Pflanzenstoffen, u. a. aus der Gruppe der Polyphenole. Das macht sie zu einem gesunden Snack für alle zuckertoleranten Arten.

Zu den Blättern konnte ich leider keine detaillierteren Nährwertangaben finden.

Inhaltsstoffe des Krautes
  • ätherische Öle
  • Ellagitannine
  • Gerbstoffe
  • Flavonoide
  • Leucoanthocyane
  • Salicylsäure
Inhaltsstoffe der Frucht
  • Glucose (2.156mg)
  • Fructose (2.281mg)
  • Saccharose (985mg)
  • essenzielle Aminosäuren (270mg)
  • Harnsäure (25mg)
  • Purin (8mg)
  • gesättigte Fettsäuren (23mg)
  • einfach ungesättigte Fette (64mg)
  • mehrfach ungesättigte Fette (233mg)
Pro 100g frische Frucht:

Medizinische Wirkung

Medizinisch interessant ist die Walderdbeere (Fragaria vesca). Sie ist eine typische Pflanze der Volksmedizin, auch wenn die Kommission E sie nicht anerkannt, da ausreichende Studien fehlen. Daher sind die nachfolgenden Wirkungen und Einsatzgebiete auf die Volksmedizin bezogen. Verwendet werden die Blätter.

Wirkungen
  • adstringierend
  • blutreinigend
  • harntreibend
  • kreislaufanregend
  • menstruationshemmend
  • stoffwechselanregend
Einsatzgebiete
  • Atemwegskatarrhe
  • Ausschläge
  • Magen-Darm-Katarrhe
  • Blasen- und Nierengries
  • Gicht
  • Harnwegserkrankungen
  • Lebererkrankungen
  • Verstopfung
In welcher Form?
  • äußerlich als Umschlag
  • Tee (aus dem Kraut)

Kontraindikationen und Giftwirkung

Alle Teile der Erdbeeren sind ungiftig. Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen sind nicht bekannt.

Quellen:

Wikipedia
naehrwertrechner.de
PraxisVita

Busch, Marlies: Pflanzen für Heimtiere – gut oder giftig?, Ulmer, Stuttgart 2014; S. 28
Frohne, Dietrich: Heilpflanzenlexikon, 8. Aufl, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft bmH, Stuttgart 2006; S. 227