Kardi – Färberdistel

Kardi - Carthamus tinctorius

Kardi - Fressbarkeit der Bestandteile und Sammelzeit

Die Färberdistel ist eine bis zu 130cm hohe, dornige Pflanze mit einer am Boden sitzenden Blattrosette und einem aufrechten, verzweigten Hauptspross. Im Boden ist sie mit einer kräftigen Pfahlwurzel verankert. Am oberen Ende treibt die Pflanze meist gelbe, mitunter aber auch weiße, orangefarbene oder rote Blüten.
Die Färberdistel wird heute weltweit abgebaut und wächst auch wild unter anderem in Mitteleuropa. Zum Wachsen bevorzugt die Färberdistel neutrale, gut drainierte Böden. Auf diesen können Sie die recht frostunempfindliche Pflanze auch selbst im Beet oder Kübel anbauen.

Die Blätter der Färberdistel sind durch ihre Stacheln für manche Mäuse problematisch. Für Tiere und Arten, die mit dornigem Grün schlecht zurechtkommen, können sie auch eine gewisse Verletzungsgefahr darstellen. Giftig ist das Kraut der Färberdistel aber nicht.

Die farbenfrohen Blüten der Färberdistel dürfen Sie gern mit anbieten.

Die Frucht der Färberdistel sind ölhaltige Samen mit weißer Schale, die Sie wahrscheinlich als Kardi kennen. Die Saat eignet sich für alle Nager. Zu Adipositas neigenden Arten und Exemplaren sollten Sie sie aber sparsam verfüttern.

Die Wurzel der Färberdistel ist ungiftig. Sie können sie also mit verfüttern. Allerdings konnte ich nichts über die Akzeptanz bei Mäusen herausfinden. Hier geht also probieren über Studieren.

Kardi braucht relativ lange, bis es keimt. Die Keimlinge können Sie verfüttern.

Fütterungsempfehlungen

Farbmäuse dürfen alle Teile der Färberdistel fressen. Zudem sollten Sie sich mit dem stacheligen Grün vorsichtig herantasten, ob Ihre Tiere damit zurechtkommen – oder die Stacheln vorher entfernen.
Zu Adipositas neigenden Exemplaren sollten Sie allerdings nur wenig der energiereichen Saat anbieten.

Mongolischen Rennmäuse dürfen alle Teile der Färberdistel fressen. Zudem sollten Sie sich mit dem stacheligen Grün vorsichtig herantasten, ob Ihre Tiere damit zurechtkommen – oder die Stacheln vorher entfernen.
Zu Adipositas neigenden Exemplaren sollten Sie allerdings nur wenig der energiereichen Saat anbieten.

Exotische Mäuse dürfen alle Teile der Färberdistel fressen. Allerdings dürfte die Akzeptanz vor allem des Grüns ob der Stacheln stark variieren. Zudem sollten Sie sich mit dem stacheligen Grün vorsichtig herantasten, ob Ihre Tiere damit zurechtkommen – oder die Stacheln vorher entfernen.
Zu Adipositas neigenden Exemplaren sollten Sie allerdings nur wenig der energiereichen Saat anbieten.

Exotische Kleinsäuger dürfen alle Teile der Färberdistel fressen. Soweit Ihre Art Frischfutter akzeptiert, sollten Sie sich mit dem stacheligen Grün vorsichtig herantasten, ob Ihre Tiere damit zurechtkommen – oder die Stacheln vorher entfernen.
Zu Adipositas neigenden Exemplaren und Arten sollten Sie allerdings nur wenig der energiereichen Saat anbieten.

Die verschiedenen Hamsterarten dürfen alle Teile der Färberdistel fressen. Zudem sollten Sie sich mit dem stacheligen Grün vorsichtig herantasten, ob Ihre Tiere damit zurechtkommen – oder die Stacheln vorher entfernen.
Zu Adipositas neigenden Exemplaren sollten Sie allerdings nur wenig der energiereichen Saat anbieten.

Farbratten dürfen alle Teile der Färberdistel fressen. Zudem sollten Sie sich mit dem stacheligen Grün vorsichtig herantasten, ob Ihre Tiere damit zurechtkommen – oder die Stacheln vorher entfernen.
Zu Adipositas neigenden Exemplaren sollten Sie allerdings nur wenig der energiereichen Saat anbieten.

Inhaltsstoffe und Nährwerte

Wertvoll macht die Kardisaat vor allem die Zusammensetzung ihres Fettanteils, der zu etwa 75% aus der mehrfach ungesättigten Fettsäure Linolsäure besteht. Darüber hinaus ist die Saat reich an Vitamin E.
Die Blüten enthalten unter anderem die als Farbstoff verwendeten sekundären Pflanzenstoffe Carthamin, Carthamon und Carthamidin.

Pro 100g geschälte Saat:

Medizinische Wirkung

Medizinisch tritt die Färberdistel nicht in Erscheinung. Ihre gesundheitsfördernde Wirkung beruht auf dem hochwertigen Öl der Samen. Eine kurative Wirkung hat es aber nicht.

Kontraindikationen und Giftwirkung

Kontraindikationen oder eine Giftwirkung sind mir für die Färberdistel nicht bekannt. Beachten Sie allerdings, dass die Dornen unter Umständen eine Verletzungsquelle für Ihre Tiere darstellen können.

Quellen:

Wikipedia
Birdsandmorde.de – PDF

Frohne, Dietrich: Heilpflanzenlexikon, 8. Aufl, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft bmH, Stuttgart 2006; S. 119

Letztes Update: 16.04.2020