Quinoa

Quinoa - Chenopodium quinoa

Quinoa - Fressbarkeit der Bestandteile und Sammelzeit

Quinoa (Chenopodium quinoa) ist eine mit dem Amaranth verwandte, aus den Anden stammende Pflanze aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae), die von den Ureinwohnern bereits seit rund 5.000 Jahren kultiviert wird. Meist als Versuchskultur gedeiht Quinoa auch hierzulande. Wild wächst es in Deutschland nicht.
Die einjährige, krautige Pflanze wird bis zu 300cm hoch und verankert sich mit einer verzweigten, bis zu 150cm langen Pfahlwurzel fest im Boden. An diesen stellt die frost- und trockenheitsresistente Pflanze geringe Ansprüche. Sie können Quinoa auf durchlässigen, eher nährstoffarmen, Sand- und Sandlehmböden im Topf oder Beet selbst anbauen. Die Aussaat sollte dann je nach Region zwischen Anfang und Ende April direkt ins Freiland an einem sonnigen Standort erfolgen. Wenn Sie die Quinoa im Topf ziehen, sollte dieser mindesten 30 bis 50cm Platz nach unten für die Wurzel bieten.
Säen Sie die Körner 2cm tief im Abstand von 15cm mit einem Reihenabstand von 30 bis 50cm aus. Mit der Ernte der Saat können Sie ab Ende August beginnen und bei optimalem Klima bis in den Oktober hinein Ernten. Die Blätter als Gemüse können Sie ab Ende Mai verwenden.

Die Blätter der Quinoa werden gern als Salat verwendet. Entsprechend können Sie diese auch Ihren Tieren anbieten.

Die riesigen Blütenstände haben keinen besonderen Futterwert, können aber mit verfüttert werden.

Die Quinoa ist eine mehlhaltige Saat, darf aber auch diabetesgefährdeten Arten in gewissem Umfang angeboten werden. Die recht großen Rispen eignen sich auch prima als Beschäftigungsfutter.

Die kräftige Pfahlwurzel können Sie mit verfüttern. Insbesondere bei Liebhabern von Wurzelgemüse ist das durchaus einen Versuch wert.

Als Keimfutter ist Quinoa ungeeignet.

Fütterungsempfehlungen

Farbmäusen können Sie alle Teile der Quinoa ad libitum anbieten.

Mongolischen Rennmäusen können Sie alle Teile der Quinoa ad libitum anbieten.

Exotischen Mäusen können Sie alle frischen Teile der Quinoa ad libitum anbieten. Die Saat ist für viele Arten ebenfalls ein guter Bestandteil der Saatenmischung.
Bei diabetesgefährdeten Arten sollten Sie abwägen. Quinoa hat mit 35 einen recht niedrigen glykämischen Index, mit 20,5 aber eine recht hohe glykämische Last. Bieten Sie die Saat diesen Arten also nur in kleinen Mengen an. Besonders gefährdete Arten wie Fette Sandratten sollten davon sehr wenig oder sicherheitshalber gar nichts bekommen.

Exotischen Kleinsäugern mit Frischfutteranteil in der Diät können Sie alle frischen Teile der Quinoa ad libitum anbieten. Die Saat ist für viele saatenfressende Spezies ebenfalls ein guter Bestandteil der Saatenmischung.
Bei diabetesgefährdeten Arten sollten Sie abwägen. Quinoa hat mit 35 einen recht niedrigen glykämischen Index, mit 20,5 aber eine recht hohe glykämische Last. Bieten Sie die Saat diesen Arten daher nur in kleinen Mengen an. Bei besonders gefährdeten Arten sollten Sie auf die Saat der Quinoa verzichten.

Den verschiedenen Hamsterarten können Sie alle frischen Teile der Quinoa ad libitum anbieten. Die Saat ist für Mittelhamster ebenfalls ein guter Bestandteil der Saatenmischung.
Bei Zwerghamstern sollten Sie Quinoa nur in kleinen Mengen in die Saatenmischung geben oder die Rispen als Beschäftigungsfutter anbieten. Quinoa hat mit 35 einen recht niedrigen glykämischen Index, mit 20,5 aber eine recht hohe glykämische Last und sollte daher für Zwerghamster nicht ad libitum angeboten werden.

Farbrattenkönnen Sie alle Teile der Quinoa ad libitum anbieten.

Inhaltsstoffe und Nährwerte

Das Pseudogetreide Quinoa glänzt mit besonders guten Eiweißwerten und einer einzigartigen Aminosäurestruktur, die für Farbmäuse alle essenziellen Aminosäuren umfasst. Die Fettsäuren des recht geringen Fettanteils sind zu 50% ungesättigt.
Außerdem enthält es größere Mengen an Kalium, Magnesium und Phosphor und übertrifft im Eisengehalt deutlich die echten Getreide. Auch Vitamin B1 ist in größeren Mengen enthalten.
Ungeschältes Quinoa enthält außerdem bitter schmeckende Saponine auf der Samenschale. Geschält ist der Gehalt an diesen Insektenabwehrstoffen der Pflanze jedoch zu vernachlässigen.

Pro 100g Saat:

Medizinische Wirkung

Quinoa ist für Mäuse medizinisch nicht von Bedeutung.

Kontraindikationen und Giftwirkung

Kontraindikationen sind mir für Quinoa nicht bekannt. Die Pflanze ist komplett ungiftig.